Soziale Stadt

Soziale Stadt

Rendsburg Mastbrook

In vielen Städten beeinträchtigen soziale und räumliche Spaltungen das urbane Gemeinwesen.

Deshalb rief der Bund 1999 das Bund-Länder-Programm „Die Soziale Stadt“ ins Leben, um derartigen Segregationserscheinungen entgegenzuwirken. Häufig wurzeln die Ursachen nur in bestimmten Quartieren einer Kommune, z. B. bei sehr unterschiedlicher kultureller Prägung der Einwohner. Die Umsetzung des Programms erfordert allerdings die Koordination sämtlicher Ressourcen und Fördermittel – eine enorme Herausforderung für alle Beteiligten und ein typisches Aufgabenfeld für das Quartiersmanagement.

Unsere regionalen Teams verfügen über langjährige Erfahrungen in dieser speziellen Form des mittelfristigen Projektmanagements und mit dem Instrumentarium des Programms.

Referenz: Lütjenburg

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Die Rahmenbedingungen für die Entwicklung Lütjenburgs wirken denkbar schlecht: Junge Menschen wandern ab, die Einwohnerzahl stagniert, im Umfeldvergleich sind überdurchschittlich viele Menschen von Sozialleistungen abhängig und die Schließung der Bundeswehrkaserne bereitet Sorgen.

Neben fälligen baulichen Maßnahmen setzt die BIG Städtebau GmbH auf die ebenfalls vorhandenen, großen Potenziale Lütjenburgs: die Lage in der touristisch geprägten Region nahe der Hohwachter Bucht hat Substanz und Potenzial und eine engagierte Bürgerschaft. Diese Stränge miteinander zu vernetzen, ist der klassische Rahmen für erfolgreiches Quartiersmanagement.

Das Quartiersmanagement koordiniert auch einen Verfügungsfonds. Das daraus finanzierte Projekt hat die Stadtentwicklung spürbar belebt nach Auslaufen der Bund-Länder-Förderung 2013 hat Lütjenburg den Fonds sogar in Eigenregie übernommen.

  • Förderkulisse: Programm Soziale Stadt
  • Fördermittel: ca. 7 Mio. (bisher umgesetzt)
  • Kosten: ca. 5,9 Mio. (2006-2014)
  • Gebietsgröße: 160 ha
  • Zeitraum: seit 2006
  • Aktivierung und Stärkung von Netzwerken und Identitätsmustern
  • Vorbereitung und Durchführung von Maßnahmen
  • Moderation, Mediation, Öffentlichkeitsarbeit und Eventmanagement
  • Verwaltung des Treuhandvermögen
  • Ressourcenmanagement
  • Koordination und Leitung des Stadtteilgremiums

Referenz: Rendsburg Mastbrook

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Der Rendsburger Stadtteil Mastbrook, zwischen einer ehemaligen Kaserne und der Bahnlinie Hamburg-Flensburg gelegen, ist geprägt von Geschossbauten aus den 60er und Einfamilienhäusern aus den 50er Jahren. Seit langem leidet das Viertel an einem negativen Image.

Unter Moderation der BIG Städtebau GmbH erarbeiteten Bewohner und soziale Einrichtungen Planungen zur Verbesserung. Eine zentrale Begegnungsstätte mit Naherholungscharakter und Bezug zu umliegenden Einrichtungen wie Kita, Schule, Stadtteilhaus oder künftiger Mehrzweckhalle soll die Situation verbessern.

Um die Identifikation der Bewohner mit ihrer neuen Grünen Mitte zu stärken, wurden sie bereits während der Bauphase im Rahmen eines Aktionstages in der Umgestaltung einbezogen. Dieses demonstrative Engagement ist gleichzeitig ein Signal gegen Vandalismus.

 

  • Förderkulisse: Programm Soziale Stadt
  • Fördermittel: 5,8 Mio. Euro
  • Kosten: 6,6 Mio. Euro
  • Gebietsgröße: 56 ha (2.760 EW)
  • Zeitraum: 2006-2016
  • Projektsteuerung und Finanzmittelbewirtschaftung
  • Leitung des Stadtteilgremiums „Quartiersnetzwerk Mastbrook“
  • Initiierung und Umsetzung/ Begleitung von Einzelmaßnahmen und Projekten
  • Verwaltung des Verfügungsfonds, einschließlich Bescheiderteilung
  • Prüfung von Verwendungsnachweisen, Beratung