Projektsteuerung

Projektsteuerung

Oranienburg

Vom baulichen Einzelobjekt bis hin zur Landesgartenschau - die BIG Städtebau steht für effiziente Abwicklung städtebaulicher Projekte. Als Projektsteuerer haben Sie in uns einen zuverlässigen Partner und die Garantie für die Einhaltung aller qualitativen, zeitlichen, finanziellen und rechtlichen Vorgaben.

Die Aufgabenfelder der Projektsteuerung umfassen die Bereiche:

  • Vorbereitung (Grundlagen- und Projektentwicklung)
  • Planungen (Genehmigungen, Vergabe der Entwurfsplanungen)
  • Ausführungsvorbereitung (Organisation von Vergabe-, Wettbewerbs- und Ausführungsplanungen)
  • Ausführung (Termin-, Kosten- und Durchführungsüberwachung)
  • Projektabschluss (Abschlussrechnungen, ggf. Dokumentationen)


Referenz: Oranienburg

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Im zweiten Weltkrieg wurde das Zentrum der Stadt Oranienburg weitgehend zerstört. Noch bis 1990 befand es sich in einem städtebaulich ungeordneten und grundlegend erneuerungsbedürftigen Zustand. Das barocke Schloss wurde über mehrere Jahrzehnte militärisch genutzt und stand bis Mitte der 90er Jahre leer. Auch der denkmalgeschützte historische Schlosspark und der öffentliche Raum sowie zahlreiche Einzelgebäude befanden sich in einem schlechten baulichen Zustand. Neben dem Schlosspark befand sich eine weitere bis 1990 militärisch genutzte Liegenschaft mit leerstehenden Gebäude, Betonflächen und zahlreichen Altlasten. Der Boden war stark mit Schadstoffen belastet.

Auf der Grundlage eines umfassenden diskursiven Planverfahrens 2003 zur städtebaulichen, verkehrlichen und Freianlagenentwicklung für den zentralen Innenstadtbereich bewarb sich Oranienburg um die Durchführung einer Landesgartenschau.

Anfang 2005 erhielt die Stadt Oranienburg den Zuschlag für die Ausrichtung der Landesgartenschau 2009. Hierfür übernahm die BIG-STÄDTEBAU die Projektsteuerung der Investitionen. Auf dem ca. 30 ha großen Gebiet entstand ein Parkgelände, das in drei Teilbereiche gegliedert wurde. Der barocke Schlosspark wurde denkmalgerecht saniert. Im zweiten Areal, beiderseits der Havel, entstanden ein Sportboot- und Servicehafen sowie ein Caravanstellplatz.

Der „Neue Park“ ist einer holländischen Landschaft mit Kanälen, Themengärten, und Spielplätze entlehnt. Beide Anlagen wurden mit einer Fußgängerbrücke über die Havel verbunden. Das 1999 bereits sanierte Barockschloss erhielt in diesem Zusammenhang eine völlig neue Gestaltung des Schlossvorplatzes mit einer wesentlichen Verbesserung der Verkerhrsführung durch einen Brückenneubau und Neugestaltung der Straßen. Die Finanzierung des Vorhabens erfolgte im Wesentlichen aus Städtebauförderungsmitteln, EU-Mitteln, Mitteln zur Förderung der wirtschaftsnahen Infrastruktur sowie beträchtlichen Eigenmitteln der Stadt Oranienburg.

  • Förderkulisse: Städtebaulicher Denkmalschutz, Landesinitiative Gartenschau Brandenburg
  • Fördermittel: Städtebauförderungsmittel, EFRE
  • Kosten: 30,5 Mio. Euro
  • Gebietsgröße: 30 ha
  • Zeitraum: 2006-2009
  • Projektmanagement und Projektsteuerung
  • Fördermittelakquisition und Finanzierungsplanung
    (Mittel des Landes, des Bundes und der EU)
  • Moderation und Steuerung des Planungsverfahrens
  • Vorbereitung und Durchführung der Vergabeverfahren nach VOL, VOB und VOF
  • Durchführung und Umsetzung der geplanten Maßnahmen inklusive förderrechtliche Abrechnung

Referenz: Ratzeburg Realisierungswettbewerb „Gemeinschaftsschule Lauenburgische Seen“

Seit den 1960er Jahren entstanden in der Vorstadt von Ratzeburg eine Gemeinschafts-, eine Förder- und eine Grundschule. 2009 beauftragte der Schulverband Ratzeburg die BIG-STÄDTEBAU mit der Durchführung eines architektonischen Realisierungswettbewerbs, um diesen schrittweise gewachsenen Schulstandort als „Gemeinschaftsschule Lauenburgische Seen“ mit einem Gesamtkonzept auf veränderte Bedingungen nachhaltig einzustellen. Die BIG-STÄDTEBAU ist langjähriger Stadtentwicklungspartner Ratzeburgs. Sowohl die Wahl des Wettbewerbsweges wie auch des beauftragten Unternehmens durch den Schulverband war deshalb geleitet von der begründeten Erwartung, in dieser Kombination das Optimum an städtebaulicher, architektonischer und technischer Qualität im Projekt zu sichern.

Geplant war der Aufbau ursprünglich einer sechs-, schließlich einer vierzügigen Gemeinschaftsschule. Das Gros der Bestandsgebäude sollte darin einbezogen werden und nach dem Umbau den energetischen und technischen Standards entsprechen. Weitere wesentliche Kriterien waren die Aufrechterhaltung des laufenden Schulbetriebs ohne unangemessene Beeinträchtigungen durch Baugeschehen, die Berücksichtigung spezifischer Nutzungserfordernisse und die strikte Einhaltung des Kosten- und Zeitrahmens.

Die BIG-STÄDTEBAU führte für den Schulverband einen zweistufigen Realisierungswettbewerb gemäß der Richtlinie für Planungswettbewerbe durch. Nach einem vorgeschalteten europaweiten Teilnehmerwettbewerb gemäß VOF wurden sieben Entwürfe im Rahmen des Wettbewerbs erstellt.

Das Lübecker Planungsbüro petersen pörksen partner überzeugte die Jury. Die Schule wurde nach eineinhalbjähriger Bauphase am 3. Mai 2013 offiziell ihrer Nutzung übergeben.

  • Verfahrensart: beschränkter Wettbewerb nach RPW nach europaweitem Auswahlverfahren
  • Finanzierung: Eigenmittel Schulverband
  • Kosten: ca. 9 Mio. Euro
  • Zeitraum: Wettbewerb 2009-2010
  • Bau 2011-2013
  • Erstellung der Wettbewerbsauslobung
  • Abstimmung mit politischen und fachlichen Gremien, Verwaltung und Öffentlichkeit
  • Betreuung und Durchführung des Teilnahmewettbewerbs
  • Vorbereitung, Betreuung und Durchführung des Realisierungswettbewerbs
  • Wirtschaftlichkeitsprüfung der Wettbewerbsbeiträge
  • Dokumentation und Öffentlichkeitsarbeit
  • anschließend Projektsteuerung nach AHO
  • finanzwirtschaftliche Abwicklung/Abrechnung

Referenz: Zarrentin Kloster

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Das ehemalige Zisterzienser-Nonnenkloster Zarrentin am Schaalsee durchlebte eine wechselvolle Geschichte. Vor 750 Jahren gegründet, in den 1990er Jahren durch bürgerschaftliches Engagement gerettet und heute im Eigentum der Stadt hinterließ die Zeit und unterschiedlichste Nutzungen ihre Spuren am historischen Bauwerk. Die Verwendungsmöglichkeiten engten sich ohne umfassende Sanierung immer weiter ein. Die BIG-STÄDTEBAU unterstützte Zarrentin als Sanierungsträger bei der Erarbeitung eines entsprechenden Projekts und steuerte seine Umsetzung. Zarrentin kam dabei sowohl das fachliche als auch das Förderkulissen-Know-how des Unternehmens zugute.

Die Sanierung war keine konventionelle Bauaufgabe. In einem dynamischen Prozess von Forschungen, Konservierungen und behutsamen Eingriffen waren einerseits die zahlreichen Befunde zu Archäologie, Baugeschichte etc. zu sichern, andererseits das Gebäude einer neuen, nachhaltigen Nutzung zuzuführen. Mehr als 25 Planer, Restauratoren und Gutachter und fast 50 Unternehmen waren an der Umsetzung dieser Aufgabe beteiligt. Im Ergebnis wahrte das Kloster seinen architektonischen Charakter und wurde dennoch zeitgemäß nutzbar.

Die modern ausgestatteten Arbeitsräume im Obergeschoss werden durch die Stadt- und Amtsverwaltung genutzt. Im Südteil des Erdgeschosses hat die Stadtbibliothek ihr neues Domizil gefunden. Hochwertige Veranstaltungsräume wie der Kapitelsaal und das Foyer sind gesuchter Austragungsort für unterschiedliche kulturelle Veranstaltungen mit überregionalem Einzug. Im Kreuzgang führt eine Dauerausstellung durch die Klostergeschichte.

  • Förderkulisse: Allgemeines Städtebauförderungsprogramm, Kultur in den neuen Ländern, Landesprog. Denkmalschutz
  • Fördermittel: Städtebauförderung, ABM-Mittel, Förderung lokaler Agenden
  • Kosten: ca. 5,4 Mio. Euro
  • Zeitraum: 2003-2006
  • Beauftragung u. Begleitung aller Planungsphasen gemäß HOAI einschl. Fachplaner, Gutachter etc.
  • Finanz- und Fördermittelakquise
  • Koordination der am Bau Beteiligten
  • Überwachung der Bauphase hinsichtlich Zeit- und Kostenrahmen
  • Öffentlichkeitsarbeit und Unterstützung bei der Einbindung in überregionale Veranstaltungen (Festspiele M-V)
  • Abrechnung der Gesamtmaßnahme

Referenz: Hamburg Barmbek

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Der Stadtteil Barmbek-Nord im Bezirk Hamburg-Nord ist stadträumlich zur inneren Stadt zu rechnen. Die Fuhlsbüttler Straße, Herz des Stadtteils, war lange ein gut funktionierender Einzelhandelsstandort. Er litt aber zunehmend unter Folgen des Strukturwandels im Einzelhandel und Kaufkraftabfluss. 2004 sah sich die zuständige Behörde zur Einleitung Vorbereitender Untersuchungen nach § 141 BauGB veranlasst. Zur Behebung der dabei ermittelten städtebaulichen Missstände, Funktions- und Substanzschwächen wurde das Quartier 2005 als Fördergebiet im Programm „Städtebauliche Sanierung“ ausgewiesen. Die BIG-STÄDTEBAU erhielt 2006 nach einer europaweiten Ausschreibung die Beauftragung als treuhänderischer Sanierungsträger.

Mit der Schließung einer Hertie-Filiale 2009 spitzte sich die Situation weiter zu. Deshalb wurde die Förderkulisse um das Programm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ (ASO) ergänzt, das hier konkret die Kompensation von Funktionsverlusten in dezentralen Hamburger Zentrengebieten unter Fokussierung auf ausgewählte Stadträume und Zielgruppen anstrebt.

Die Fuhlsbüttler Straße als Hauptversorgungsachse erfährt eine vollständige Umgestaltung im zentralen Bereich. Ein 2012 entstandener ASO-Beirat begleitet die Durchführung einzelner Aktivitäten. Über ihn - in Abstimmung mit dem Sanierungsbeirat im Fördergebiet - vollzieht sich die Vernetzung der primären Zielgruppen, um Akzeptanz für die baulichen Maßnahmen zu steigern und privates Engagement einschließlich privater Finanzquellen zu mobilisieren. Zur Unterstützung von Initiativen und Aktionen wirtschaftet der ASO-Beirat mit einem Verfügungsfonds.

  • Förderkulisse: Aktive Stadt- und Ortsteilzentren
  • Fördermittel: 7,1 Mio. Euro
  • Kosten: ca. 11,5 Mio. Euro (Mitteleinsatz bis 2017)
  • Größe: ca. 21 ha
  • Zeitraum: 2010 - 2017
  • Aufstellung und Fortschreibung des Integrierten Entwicklungskonzeptes
  • Erarbeitung und jährliche Fortschreibung des Zeit-Maßnahmen-Kosten-Planes (ZMKP)
  • Organisation von Beteiligungsprozessen in Einzelvorhaben und Veranstaltungsorganisation
  • Projektsteuerung und Begleitung von baulichen Maßnahmen
  • Erarbeitung von Anträgen, städtebaulichen Verträgen und schriftlichen Stellungnahmen zu genehmigungspflichtigen Vorgängen
  • Moderation von thematischen Gesprächsrunden und öffentlichen Veranstaltungen
  • Bürgerberatung sowie individuelle Projektberatung von Eigentümern, Investoren und Nutzungsberechtigten
  • Laufende Öffentlichkeitsarbeit (Print und Internet)
  • Initiierung und Koordination der internen Kommunikation im Quartier, u.a. durch Betreuung und Mitwirkung im Beirat

Referenz: Neubrandenburg Franziskanerkloster

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Das Franziskanerkloster Neubrandenburg, gegründet im 13. Jahrhundert, ist eines der ältesten und wertvollsten Gebäude Neubrandenburgs und ein überregional bedeutsames Baudenkmal. Das Gebäudeensemble in unmittelbarer Nähe zum „Bahnhofstor“ hat eine große Präsenz im öffentlichen Bewusstsein, es ist signifikant für die Altstadt. Räumlich steht es im Zusammenhang mit der mittelalterlichen Wehranlage und besitzt in diesem Kontext einen besonderen Charme.
Durch das erfolgreich umgesetzte Konzept als Museum ist dem historischen Bauwerk eine neue Aufgabe für die Zukunft zuteil geworden. Zugleich ist nach erfolgter, umfassender Sanierung dieses Bauwerk der Geschichte ein Sinnbild für die unzähligen Wandlungen der Neubrandenburger Stadtentwicklung. Das historische Gebäude (Refektoriums und verbliebene Teil des Dormitoriums) als bedeutsamer historischer Zeitzeuge des mittelalterlichen Backsteinbaues – ist selbst das wertvollste und wichtigste Exponat des Projektes geworden.
Die Planung technisch notwendiger Maßnahmen (Leitungsbau, Sicherungsmaßnahmen, notwendige Ergänzungsbauten) erfolgte dabei in Absprache und unter Beachtung denkmalpflegerischer Gesichtspunkte. Notwendige Änderungen am Baukörper wurden so gering wie möglich gehalten um das historische Ensemble der Baustrukturen nicht zu stören. Durch die Unterstützung des Ministeriums für Wirtschaft, Bau und Tourismus MV aus den Städtebauförderungsprogrammen des Bundes und des Landes MV, u. a. städtebaulicher Denkmalschutz, wurde dieses Vorhaben ermöglicht.

Die moderne Zutat der Eingangssituation in Ergänzung der historischen Baumasse signalisiert einerseits den Zeitgeist in Neubrandenburg hinsichtlich der baukulturellen Entwicklung im Bereich der Innenstadt, andererseits symbolisiert es die Symbiose zwischen historischen Bauwerk und modernsten Kommunikationsmedien.

  • Förderkulisse : Städtebauförderung
  • Kosten: 4,8 Mio. EUR
  • Zeitraum: 2009-2013
  • Fördermittelakquise, Erarbeitung Finanzierungskonzept
  • Moderation und Steuerung des Planungsverfahrens
  • Koordination der notwendigen Genehmigungsverfahren
  • Mitwirkung bei Ausschreibung und Auftragsvergabe
  • Kosten- und Finanzierungsplanung
  • Terminabstimmung und –verfolgung
  • Mitwirkung beim Kostencontrolling
  • Zusammenstellung der Abrechnungsunterlagen