Meilenstein für die Kieler Hörn – Sanierungsträger BIG Städtebau unterstützte maßgeblich Kaufverhandlungen


Foto: Landeshauptstadt Kiel

Am Mittwoch, den 25. Januar, haben die Landeshauptstadt Kiel und die Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH) den Kaufvertrag für zwei Grundstücke an der Hörn unterzeichnet. Rund zweieinhalb Jahre dauerten die Verhandlungen über die ca. 6.000 Quadratmeter, die maßgeblich von der Treuhänderin BIG Städtebau GmbH unterstützt wurden.

Die BIG Städtebau ist seit 1990 treuhänderische Sanierungsträgerin für das etwa 22 Hektar große Gebiet "Kiel – Hörnbereich", einem bedeutenden Sanierungsvorhaben Schleswig-Holsteins. Bisher wurden hier bereits durch die Stadt Kiel rund 117 Mio. Euro investiert, wesentlich unterstützt durch Städtebaufördermittel und zahlreiche weitere Programme.

Christina Ebel, Geschäftsführerin der BIG Städtebau betonte: „Mit dem Verkauf der zwei Grundstücke ist die Landeshauptstadt der Zielsetzung des gesamten Sanierungsvorhabens, hier ein durchmischtes Stadtquartier entstehen zu lassen, wieder ein Stück näher gekommen. Mit der für 2018 geplanten Fertigstellung des Sport- und Freizeitbades an der Hörn, neuer Gastronomie und einer attraktiven Wohn-Gewerbe-Mischung wird die Kieler Innenstadt durch dieses Quartier spürbar erweitert und mit dem Ostufer verbunden."

Oberbürgermeister Ulf Kämpfer sieht den Verkauf der zwei Grundstücke zwischen der nördlichen Seite des Kundenservice-Gebäudes der Deutschen Telekom und dem Germaniahafen als Initialzündung für die weitere Entwicklung der Hörn: „Der Verwaltungsneubau der IB.SH ist ein wesentlicher Beitrag zum förderrechtlich vorgeschriebenen Anteil gewerblicher Fläche im Sanierungsgebiet.“ Dies ermögliche nun auch den Baustart von rund 350 bis 500 Wohnungen durch die regionale Projektgemeinschaft Hörnbebauung. Das dafür vorgesehene Baugenehmigungsverfahren startet noch in diesem Jahr. Durch die 2012 verschärfte Kampfmittelverordnung mussten diverse Gespräche für die zu veräußernden Baufelder auf der ehemaligen Werft- und Industriebrache stattfinden, in der Folge wurde die vorgeschriebene Kampfmittelfreiheit vom Kampfmittelräumdienst bestätigt.

Erk Westermann-Lammers, Vorstandsvorsitzender der IB.SH, erklärte bei der Vertragsunterzeichnung, dass die Fördereinrichtung des Landes auf dem insgesamt 5.700 Quadratmeter großen Areal mit den zwei geplanten Gebäuden eine nachhaltige zentrale Gebäudelösung in der Mitte von Kiel mit direkter Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr schaffe. Bislang verteilen sich die 570 Mitarbeiter der Bank auf neun Standorte in der Landeshauptstadt.

Im Februar startet die europaweite Ausschreibung für das IB.SH-Projekt, welches als öffentlich-private Partnerschaft umgesetzt werden soll. Die Bieter sollen auch einen städtebaulichen Entwurf erarbeiten, der durch ein renommiertes Fachgremium bewertet wird, so Baudezernent und Bürgermeister Peter Todeskino, um die städtebaulich-architektonische Qualität des Bauvorhabens sicherzustellen. Mit den Bauarbeiten kann es vermutlich im ersten Halbjahr 2018 losgehen, Ende 2020 findet dann voraussichtlich der Umzug der IB.SH an die Hörn statt.