Pioneer Park Hanau - Stadtquartier der Zukunft stellt

Pioneer Park Hanau - Stadtquartier der Zukunft stellt innovatives Finanzierungskonzept vor

„Die Entwicklung der ehemaligen Pioneer-Kaserne in Hanau ist eines der ambitioniertesten und fortschrittlichsten Wohnbauvorhaben der Rhein-Main-Region“, sagt Dr. Marc Weinstock, Geschäftsführer der zuständigen Projektgesellschaft LEG Hessen-Hanau GmbH. „Die Kaserne hat viel Potenzial: Hier wollen wir Pioniere sein und Stadtentwicklung eine Dimension weiter denken.“ Neue Wege wird die LEG Hessen-Hanau auch bei der Finanzierung gehen: Auf der Immobilien-Fachmesse Expo Real wird ein innovatives Konzept vorgestellt, das unter der Überschrift „Bezahlbar wohnen – im Eigenheim“ auch Normalverdienern den Immobilien-Erwerb ermöglichen soll.

Auf dem rund 50 Hektar großen Areal der ehemaligen Pioneer-Kaserne will die LEG Hessen-Hanau in den nächsten Jahren Wohnraum für bis zu 5.000 Menschen schaffen und damit der großen Nachfrage im Rhein-Main-Gebiet gerecht werden. Weinstock und sein Mit-Geschäftsführer Martin Bieberle stellten am Mittwoch auf der Expo Real den Namen für das ehrgeizige Projekt vor: Pioneer Park Hanau. Die Planer des neuen Wohngebiets haben sich bewusst für eine starke Anlehnung an den alten, bekannten Namen entschieden. Einen ersten Vorgeschmack auf das Quartier liefert der neue Internetauftritt www.pioneer-park.de. Unter dem Slogan „Visionär. Zukunft. Leben“ informiert die neue Website über das innovative Stadtentwicklungs-Vorhaben und die Historie der fächerförmig angelegten, ehemaligen US-Kaserne.

Auf dem Teilbereich „Triangle-Housing“ soll ein innovatives Konzept für „bezahlbares Wohnen“ realisiert werden. Die bestehenden Gebäude sollen dabei größtenteils erhalten und kernsaniert werden. Foto: Stadt Hanau.


Im Pioneer Park Hanau sollen rund 1.500 Wohneinheiten entstehen – von individuell geplanten Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäusern, innovativen Kettenbungalows und Stadtvillen bis hin zu Geschosswohnungsbau. Auch ist der Erhalt und die Sanierung von bestehenden Gebäuden vorgesehen – zum Beispiel auf dem Teilgebiet des ehemaligen „Triangle-Housing“. Dort wird ein Großteil der Gebäude saniert. Dadurch entstehen rund 300 wertige und grundsanierte Wohnungen zwischen 100 und 110 Quadratmetern Größe. Unter der Überschrift „Bezahlbar wohnen – im Eigenheim“ wird eine innovative Form des bezahlbaren Wohnens entwickelt. Die sanierten Wohnungen werden von der LEG Hessen-Hanau nämlich nicht zur Miete, sondern ausschließlich Selbstnutzern deutlich unter Marktpreis zum Erwerb angeboten.

„Damit wird in Hanau bezahlbarer Wohnraum geschaffen – nachhaltig“, freut sich Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky. Denn das Konzept sehe vor, dass die Bewohner monatlich nicht mehr zahlen müssten, als für eine vergleichbare Mietwohnung. „So können sich auch Normalverdiener Eigentum leisten“, umreißt Kaminsky.

Für den Erwerb dieser Wohnungen stellt die Sparkasse Hanau ein Sonderkontingent an Finanzierungsmitteln zur Verfügung, das sich durch eine Zinsbindung von 10 bis 15 Jahren und einen entsprechenden
Tilgungsanteil auszeichnet. So können diese Wohnungen vergleichsweise günstig finanziert werden. Der Vertrieb der Wohnungen und die Beratung der Erwerber erfolgen ausschließlich über die Sparkasse Hanau. „Neben dem Maklergeschäft bieten wir für Interessenten auch als Finanzierungspartner maßgeschneiderte Angebote, um einer breiten Bevölkerungsschicht den Kauf dieser preiswerten Wohnungen zu ermöglichen“, erläutert Dr. Ingo Wiedemeier, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Hanau.

Das fortschrittliche Finanzierungskonzept ist auf der Expo Real auch Thema einer Podiumsdiskussion, an der (am 5. Oktober um 14.30 Uhr) neben Hanaus Oberbürgermeister Kaminsky auch Dr. Weinstock und Dr. Wiedemeier teilnehmen. Moderiert wird das Panel von Andy Friedrich, dem Pressesprecher des Zentralen Immobilien Ausschusses.


Das gesamte Areal der Pioneer-Kaserne in Hanau-Wolfgang umfasst rund 50 Hektar. Foto: Stadt Hanau


Auch die Planungen für die anderen Bereiche des Pioneer Park Hanau laufen auf Hochtouren. Im Moment führt die LEG Hessen-Hanau zahlreiche Gespräche mit interessierten Investoren – auch auf der Immobilien-Fachmesse in München. „Angesichts unserer Erfahrungen im Bereich der Konversion, sind wir Tempo gewohnt. Das wollen wir auch beibehalten und die Entwicklung des gesamten Areals innerhalb von vier bis fünf Jahr realisieren“, so Hanaus Oberbürgermeister.

Gemäß der aktuellen Planung beginnen die Bauarbeiten auf dem Pioneer-Areal schon im kommenden Jahr. Dann heißt es: Pioneer Park Hanau – 50 Hektar Zukunft für Rhein Main.

Hintergrund:

Die Pioneer-Kaserne ist die größte der ehemals von den US-Streitkräften genutzten Kasernen in Hanau. Das Areal ist rund 50 Hektar groß. Erbaut wurde die Kaserne bereits Ende der 30er Jahre von der deutschen Wehrmacht – in der Fächerform, die heute das Markenzeichen der Kaserne ist. Als größtes Projekt der Konversion in Hanau, in deren Rahmen insgesamt mehr als 300 Hektar ehemalige militärische Fläche entwickelt werden, ist auf dem Pioneer-Areal ein großzügiges Wohnquartier geplant. Im Laufe der nächsten Jahre soll dort der Pioneer Park Hanau, ein neues Viertel für bis zu 5.000 Menschen, entstehen.

Zur Umsetzung dieses Projekts ist die LEG Hessen-Hanau GmbH gegründet worden. An dieser Gesellschaft sind die zur DSK | BIG Gruppe gehörenden Unternehmen LEG Entwicklung GmbH und DSK Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH & Co. KG sowie die städtische BAUprojekt Hanau GmbH beteiligt. Das städtebauliche Konzept für das neue Quartier erstellt das Planungsbüro AS+P Albert Speer + Partner, das sich im Rahmen einer Mehrfachbeauftragung durchgesetzt hat. AS+P hat im Juli erste Ideen und Pläne für die Nutzung und die Bebauung vorgelegt und aufgezeigt, wie das neue Viertel einmal aussehen könnte. Diese Pläne werden derzeit in enger Abstimmung mit der Stadt Hanau und der LEG Hessen-Hanau überarbeitet. Bis Ende des Jahres sollen die Pläne fertiggestellt sein, da sie die Grundlage für die Aufstellung des Bebauungsplans bilden. Der Offenlagebeschluss ist im ersten Quartal 2018, der Satzungsbeschluss im Sommer 2018 vorgesehen.