Städtebauliche Konzepte

Konzept

Das Projekt scheint klar und plötzlich tritt Unvorhergesehenes ein, Verzögerungen, Erhöhung von Kreditlinien, Nachtragshaushalte, juristische Auseinandersetzungen, Unzufriedenheit, vielleicht sogar fehlender Realitätsbezug der Lösungen. Wer mit Städtebauvorhaben befasst ist, rechnet meist mit diesen Risiken, die sich aber durch Erfahrung und Professionalität minimieren lassen.

Wir erarbeiten städtebauliche Konzepte, die die individuellen Belange unserer Partner ebenso berücksichtigen wie aktuelle und sich abzeichnende wirtschaftliche, soziale, rechtliche oder technologische Rahmen- und Umweltbedingungen. So unterstützen wir bei der Erstellung realistischer Machbarkeitsstudien und heute wie morgen tragfähiger Handlungs- und Entwicklungskonzepte.

  • Vorbereitende Untersuchungen (VU) gemäß § 141 BauGB
  • Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzepte (IEK)
  • Städtebauliche Rahmenplanungen
  • Machbarkeitsstudien
  • Integrierte Stadtentwicklungskonzepte (ISEK)
  • Integrierte Handlungskonzepte (IHK)
  • Klimaschutzkonzepte und teilräumliche Quartierskonzepte zur energetischen Stadtsanierung

  

Referenz: Flintbek - Ortszentrum

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Die Gemeinde Flintbek wurde mit der städtebaulichen Gesamtmaßnahme „Ortszentrum“ 2014 in das Städtebauförderungsprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ aufgenommen. Der beliebte Wohnort südlich der Landeshauptstadt Kiel übernimmt als „Stadtrandkern II. Ordnung“ Versorgungsfunktionen. Das Ortszentrum wird dieser landesplanerischen Zielstellung derzeit aufgrund bestehender struktureller, funktionaler und gestalterischer Defizite nicht vollständig gerecht. Mit der Erarbeitung der Vorbereitenden Untersuchungen werden diese Mängel und Missstände erfasst, entsprechende Maßnahmen abgeleitet und schließlich das notwendige verfahrensrechtliche Instrumentarium abgeleitet.

Das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept bildet für den Umsetzungsprozess die Gesamtstrategie, von der die Handlungsschwerpunkte und die Maßnahmen zur Aufwertung des Ortszentrums von Flintbek als Handels- und Dienstleistungszentrum sowie zur Attraktivitätssteigerung der Ortsmitte abgeleitet werden. Dabei bildet die Verlagerung eines Nahversorgungsmarktes die Grundlage für eine Neuordnung. An den Platz des nicht mehr zeitgemäßen Verbrauchermarktes können nun andere Funktionen, u.a. eine Bibliothek, ein Kindergarten, aber auch Wohnungen für alle Generationen und Freiflächen mit hoher Aufenthaltsqualität, treten. Zudem ist eine Neuordnung des fließenden und ruhenden Verkehrs, der u.a. von den Umsteigefunktionen auf Bus und Bahn geprägt wird, möglich. Die Verlagerung des ZOB an den Bahnhof ist dabei ein Element.

Neben einer umfangreichen Bestandsaufnahme vor Ort wurden verschiedene Akteursgruppen während der Bearbeitung eingebunden. Dafür wurde eine Lenkungsgruppe eingerichtet, die aus Vertretern der un terschiedlichen Interessensgruppen bestand und den gesamten Prozess begleitete. Durch weitere Gespräche mit Schlüsselakteuren und Experten konnten tiefer gehende Erkenntnisse gewonnen werden, die in den Erar- beitungsprozess einflossen.

Im Rahmen der begleitenden Bürgerbeteiligung wurden Informationsveranstaltungen und Werkstätten ausgerichtet, wodurch neben der Informationsweitergabe auch die Perspektiven und Meinungen der Bürger eingeholt werden konnten.

Bericht und Pläne der Vorbereitenden Untersuchungen mit integriertem städtebaulichen Entwicklungskonzept Flintbek Ortskern.

 

Förderkulisse: Aktive Stadt- und Ortsteilzentren

Gebietsgröße: ca. 25 Hektar

Auftragsvolumen: 61.000 Euro

Zeitraum: 2015 - 2017

 

  • Durchführung Vorbereitender Untersuchungen nach § 141 BauGB mit:
    - Bestandsaufnahme und -bewertung (inkl. Vor-Ort-Begehung und Auswertung von Gutachten und Statistiken)
    - Erstellung der Kosten- und Finanzierungsübersicht
    - Verfahrensrechtliche Abwägung
  • Beteiligungsprozess mit Lenkungsgruppe, Schlüsselakteursgesprächen, TÖB-Beteiligung, Informationsveranstaltungen und Planungswerkstätten

Referenz: Altenholz - Ortskern

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Die Gemeinde Altenholz wurde mit dem Untersuchungsgebiet „Ortskern-Stift“ in das Städtebauförderprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ aufgenommen. Die vorliegenden Missstände im Ortszentrum mit funktionalen Mängeln des Versorgungszentrums, den gestalterischen und städtebaulichen Defiziten im öffentlichen Raum sowie der unzureichenden verkehrlichen Situation begründeten die Aufnahme in die Städtebauförderung. Ein Großbrand in der Stifter Ladenzeile Ende 2014 hatte die Situation noch weiter verschärft. Die BIG Städtebau wurde zur Vorbereitung der städtebaulichen Gesamtmaßnahme mit der Durchführung von Vorbereitenden Untersuchungen (VU) gemäß § 141 BauGB mit ergänzendem Integriertem Städtebaulichen Entwicklungskonzept (IEK) beauftragt.

Auf Basis einer fundierten Bestandsaufnahme, inklusive Vor-Ort-Begehungen, Auswertung vorhandener Gutachten und Statistiken sowie von Expertengesprächen, wurde die Situation vor Ort bewertet. Die verfahrensrechtliche Abwägung der VU ergab die Erfordernis der Ausweisung eines umfassenden Sanierungsverfahrens. Dieses geht nach erfolgter Gebietsanalyse über die Abgrenzung des ursprünglichen Untersuchungsgebietes hinaus. Zusätzlich zu den Vorgaben des BauGB galt es, die VU durch ein IEK zu ergänzen. Dafür erfolgte die Entwicklung eines Leitbildes und eines integrierten Maßnahmenkonzepts unter breiter Öffentlichkeitsbeteiligung. Hierzu wurden zwei aufeinander abgestimmte Planungswerkstätten sowie Infoaktionen auf dem Wochenmarkt durchgeführt. Mit dem IEK konnte eine nachhaltige und konsensfähige Gesamtstrategie für die Neuordnung der Ortsmitte entwickelt werden.

Vorbereitende Untersuchungen mit integriertem städtebaulichen Entwicklungskonzept der Gemeinde Altenholz "Ortskern-Stift"

Förderkulisse: Aktive Stadt- und Ortsteilzentren

Fördermittel: 7,2 Mio. Euro

Kosten: 14,7 Mio. Euro

Größe: ca. 23 Hektar

Zeitraum: 2015-2016

  •  Durchführung Vorbereitender Untersuchungen nach § 141 BauGB mit:
    - Bestandsaufnahme und -bewertung (inkl. Vor-Ort-Begehung und Auswertung von Gutachten und Statistiken)
    - Erarbeitung der Kosten- und Finanzierungsübersicht
    - Verfahrensrechtliche Abwägung 
  • Erstellung eines Integrierten Städtebaulichen Entwicklungs­konzeptes inkl. Sanierungszielen, Maßnahmenplan und Kosten-/ Finanzierungsübersicht
  • Beurteilung der Durchführbarkeit der Sanierung
  • Vorschlag und Begründung zur Wahl des Sanierungsverfahrens
  • Begleitende Öffentlichkeitsarbeit, Bürger-, Behörden-, TÖB-Beteiligung
  • Organisation von zwei aufeinander abgestimmten Planungswerkstätten

Referenz: Wilster

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Vorbereitende Untersuchungen „Innenstadt Wilster“

Nach Antragsstellung zur Programmaufnahme in das Städtebauförderungsprogramm „Kleinere Städte und Gemeinden-überörtliche Zusammenarbeit und Netz-
werke“ wurde aufbauend auf dem vorangestellten Zukunftskonzept Daseinsvorsorge die BIG Städtebau GmbH beauftragt Vorbereitende Untersuchungen nach § 141 BauGB für das Untersuchungsgebiet Innenstadt Wilster durchzuführen.

Neben der klassischen Bestandsaufnahme ist als besondere Leistung die Analyse und Abstimmung der vorhandenen informellen Planungen (Zukunftskonzept, Einzelhandelskonzept, Wohnungsmarktkonzept) zu nennen. Die dabei identifizierten Handlungsschwerpunkte bildeten neben der detailliert analysierten Vor-Ort-Situation, den abgeleiteten Sanierungszielen und Maßnahmen einen belastbaren und integrierten Ansatz für die Erstellung des Entwicklungskonzeptes.

Im Ergebnis konnte nach verfahrensrechtlicher Abwägung ein auf die vorgesehenen Maßnahmen optimal abgestimmtes Konzept aus zwei Sanierungsverfahren beschlossen werden. Für die künftig anstehenden Aufgaben der Stadterneuerung wird für den Altstadtbereich ein umfassendes und den erweiterten Innenstadtbereich ein vereinfachtes Sanierungsverfahren zur Geltung kommen, welches den Bürgerinnen und Bürgern sowie der Stadt Wilster eine positive Nutzung der sanierungsrechtlichen Vorschriften und Förderungen ermöglicht.

  • Förderkulisse: Kleinere Städte und Gemeinden
  • Fördermittel: 4,7 Mio. Euro
  • Kosten: 8,2 Mio. Euro
  • Gebietsgröße: ca. 65 ha
  • Zeitraum: 2014 - 2015
  • Bestandsaufnahme zur sozialen, strukturellen und städtebaulichen Situation
    (inkl. Vor-Ort-Begehungen, Expertengesprächen und Fotodokumentation)
  • Beschreibung und Bewertung der städtebaulichen Missstände
  • Gesamtbewertung (Problem- u. Potentialanalyse)
  • Erstellung von integrierten Sanierungs- und Entwicklungskonzepten
    inkl. Sanierungszielen, Maßnahmenplan und Kosten-/ Finanzierungsübersicht
  • Beurteilung der Durchführbarkeit der Sanierung
  • Vorschlag und Begründung zur Wahl des Sanierungsverfahrens
  • begleitende Öffentlichkeitsarbeit, Bürger- und TÖB-Beteiligung

Referenz: Schleswig Innenstadt

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Schleswig ist mit ca. 24.000 Einwohnern Mittelzentrum im Süden des Kreises Schleswig-Flensburg. Zunehmende Fluktuation und Leerstände in der Innenstadt weisen auf eine schwierige Situation hin, hinzu kommen gestalterische Missstände im öffentlichen Raum und im Gebäudebestand. Außerdem fehlt eine Anbindung der Innenstadt an die südlich angrenzende Schlei, um die Potentiale der direkten Wasserlage zu aktivieren. Zur Ausweisung eines Sanierungsgebiets, innerhalb dessen diese Mängel systematisch beseitigt werden, beauftragte die Stadt die BIG Städtebau GmbH mit der Erarbeitung Vorbereitender Untersuchungen nach § 141 BauGB.

Im Zentrum dieser Untersuchung stand der Stadtweg: Er ist vor allem Einkaufsstraße und dient als Bindeglied zwischen der barocken Schlossanlage Gottorf und dem Dom-Areal. Eine Bestandsanalyse auf der Grundlage vorhandener und speziell aufgenommener Daten erfasste detailliert die Bereiche Städtebau, Gebäudebestand, Verkehr und öffentlicher Raum, Wirtschaft und Infrastruktur. In die Untersuchung flossen überdies die Ergebnisse des Einzelhandelsgutachtens ein.

Auf dieser Basis entstand im Dialog mit den betroffenen Akteuren ein Erneuerungskonzept. Es sieht die Konzentrierung von Einzelhandel und Dienstleistungsgewerbe auf einen zentralen Bereich, die Stärkung der Wohnfunktion und die Förderung tourismuswirtschaftlicher Potentiale vor. Dazu sollen im Zielgebiet öffentliche Räume neu geordnet und aufgewertet, die Innenstadt mit der Schlei und anderen funktionalen Infrastrukturbereichen besser vernetzt, prägnante Gebäude saniert, Zugänge zu den Wasserflächen geschaffen und das Stellplatzangebot gesichert werden. Dieses Erneuerungskonzept untersetzte die BIG Städtebau GmbH im Hinblick auf die Finanzierung aus Städtebauförderungsmitteln mit einem Maßnahmeplan sowie einer Kosten- und Finanzierungsübersicht.

  • Förderkulisse: Stadtumbau West
  • Kosten: ca. 17 Mio. Euro
  • Größe: 34 ha
  • Zeitraum: 2011 - 2012
  • Bestandsaufnahme in den Bereichen Städtebau, Verkehr, Wirtschaft und Infrastruktur
  • Erarbeitung von Chancen und Potentialen
  • Entwicklung eines Erneuerungskonzepts
  • Erstellen einer Kosten- und Finanzierungsübersicht
  • Beteiligung der Betroffenen und der Träger öffentlicher Belange
  • Beteiligung der relevanten Akteure (Einzelhändler, Beirat Stadtentwicklung u. a.)
  • Kontinuierliche Abstimmung mit der Verwaltung, der Politik und dem Innenministerium des Landes Schleswig-Holstein
  • Erstellung eines abschließenden Berichts und Präsentation in den politischen Gremien

Referenz: Kiel Hörn

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Die „Hörn“ ist der südwestlichste Ausläufer der Kieler Förde in Kiel. Der Stadthafen reicht bis in das Stadtzentrum und war seit dem späten 19. Jahrhundert industriell geprägt, u.a. durch Werften. Betriebsschließungen im späten 20. Jahrhundert mit industriellen Hinterlassenschaften und den Folgen des Zweiten Weltkrieges sorgten für ein mit Altlasten besetztes Niemandsland in hervorragender City- und Uferlage – ein trennendes Element in der Stadtentwicklung.

Im Jahr 1989 wurde der „Hörn-Bereich“ als Sanierungsgebiet festgelegt. 1990 übernahm die BIG Städtebau GmbH als treuhänderischer Sanierungsträger die Steuerung dieses größten Entwicklungsprojekts in Schleswig-Holstein, wirkte in den Planungsverfahren mit und führte die Verhandlungen mit den Eigentümern der Gebietsteile.

Die Industriebrache soll in ein attraktives Quartier mit einer Nutzungsmischung aus Dienstleistung, Gewerbe, Wohnen und Freizeit verwandelt werden. Außerdem verbindet das Gebiet die Kieler Stadtteile Gaarden und Mitte und stärkt damit das Zentrum funktional.

Das Areal um den Germaniahafen hat inzwischen maritimes Flair mit Wohn- und Bürogebäuden, mit Tag- und Nachtleben, mit Promenaden und Erholungswert und wird demnächst vollständig bebaut. Die Privatisierung letzter verfügbarer Grundstücke steht an. Auf einer Freifläche im Süden des Gebiets entsteht ein Sport- und Freizeitbad.

  • Förderkulisse: Sanierung und Entwicklung, GI URBAN (EFRE)
  • Fördermittel: Städtebauförderung, EU-Mittel (EFRE)
  • Kosten: ca. 135 Mio. Euro
  • Gebietsgröße: 26,5 ha
  • Zeitraum: 1991-2018
  • Strategieentwicklung für die Sanierung
  • Initiierung der Erarbeitung u. Fortschreibung der städtebaulichen Planungen
  • Steuerung des Sanierungsablaufs
  • Abbruch baul. Anlagen u. Altlastenbereinigung
  • Ausbau/ Erneuerung von Erschließungsanlagen
  • Finanz- und Fördermittelmanagement, Führung von Treuhandkonten, Abwicklung des laufenden Zahlungsverkehrs
  • Bewirtschaftung u. Verwaltung des Treuhandvermögens (inkl. Grundstücke)
  • Grundstücksvermarktung, Investorenbetreuung
  • Erstellung eines abschließenden Verwendungsnachweises und Dokumentation für die städtebauliche Gesamtmaßnahme