Wettbewerbe

Wettbewerbe

Wettbewerbsverfahren

Auch in der Stadtentwicklung gewinnt die Qualität durch Wettbewerb. Bei wichtigen Bau- und Planungsprojekten führen wir deshalb im Auftrag der Kommunen Wettbewerbsverfahren unter Planern, Architekten und Investoren durch. So erhalten unsere Partner und Auftraggeber die Möglichkeit, das Potential einer Vielzahl qualifizierter Fachleute auszuschöpfen und optimale Lösungen zu finden.

Die Kunst ist dabei die Auswahl des geeigneten Verfahrens für die beabsichtigte Aufgabe.

So können Wettbewerbe zur Evaluation verschiedener Lösungen, insbesondere in konzeptioneller, gestalterischer, ökologischer, wirtschaftlicher und technischer Hinsicht, ausgelobt werden. Das können Grundsatz-, Ideen- oder Realisierungswettbewerbe sein. Nach Bedarf und Zweck können offene, nicht offene, anonyme und kooperative Verfahren angewendet werden.

Neben der Beratung bei der Verfahrensauswahl bieten wir Ihnen alle Leistungen der Wettbewerbsbetreuung an.

  • Projektvorbereitung und Verfahrensorganisation
  • Formulierung der Wettbewerbsaufgabe, Erstellung und Veröffentlichung der Auslobung
  • koordinieren und die Vorprüfungen
  • Organisation und Durchführung der Verfahrensveranstaltungen, Rückfragenkolloquium und Preisgerichtssitzung
  • Veröffentlichung der Ergebnisse und Dokumentation



Referenz: Anklam

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Anklams Zentrum, die Altstadt um den Markt, wurde im Zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört. Der Wiederaufbau im heutigen Interventionsgebiet unterlag dem damaligen Zeitgeschmack und den materiell-technischen Möglichkeiten. Zunehmend behinderten funktionale und gestalterische Missstände die Entwicklung dieses Bereichs mit Auswirkungen auf die gesamte Kommune. Begleitet durch die BIG Städtebau leitete die Hansestadt deshalb Maßnahmen ein, die eine nachhaltige Nutzbarkeit von Grundstücken, Gebäuden und Freiräumen sichern sollen - und die das Bild der Altstadt positiv verändern! Für das Ergebnis eines derartigen Eingriffs verspricht der Wettbewerbsweg ein Maximum an Konsens und Akzeptanz.

Für die Ostseite des Marktes erarbeitete die Grundstückseigentümerin, eine örtliche Grundstücks- und Wohnungsgesellschaft, eine Machbarkeitsstudie. Die Aufgabenstellung wurde in einem Verfahren unter Beteiligung von Kommunalpolitik, Einwohnerschaft und Fachleuten formuliert.

Die BIG Städtebau koordinierte die konkurrierende Mehrfachbeauftragung von Planungsbüros für eine städtebauliche Studie. Eine Fachjury wählte unter den Angeboten, wobei der präferierte Planer auch durch direkte Beantwortung von Fragen der Anklamer Bürger überzeugen musste. Im nächsten Schritt erhielt er den Auftrag, seine städtebauliche Studie in einem Masterplan mit detaillierten Vorgaben für Bebauung, Verkehrs- und Freianlagen vertiefend zu qualifizieren. In Anklam sieht man sich auf diesem Weg vor unliebsamen Überraschungen geschützt. Auf der Grundlage eines Masterplans beginnt 2014 die Umsetzung des ersten Bauabschnitts.

  • Förderkulisse: Stadtumbau Ost - Teilprogramm Aufwertung, Landesprogramm (M-V)
  • Fördermittel: ca. 12 Mio. Euro Städtebauförderung
  • Kosten: ca. 50 Mio. Euro
  • Gebietsgröße: 1,8 ha
  • Zeitraum: 2013-2025
  • Beratung bei der Verfahrensauswahl
  • Projektvorbereitung und Verfahrensorganisation
  • Formulierung der Aufgabenstellung
  • Organisation und Durchführung von Verfahrensveranstaltungen
  • Veröffentlichung u. Dokumentation der Ergebnisse

Referenz: Hamburg Barmbek Zinnschmelze

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Das Gebäude der Zinnschmelze war ursprünglich Teil der Hamburg-New Yorker Gummiwaren-Compagnie, einem der bedeutendsten Produktionsbetriebe der Hansestadt und größte Fabrik im Stadtteil Barmbek-Nord. Im Barmbeker Kulturleben ist die Einrichtung auf dem Hof des Museums der Arbeit längst eine feste Größe. Kulturelle und soziale Angebote treffen im Stadtteilleben auf eine Nachfrage, die im gegebenen baulichen Bestand nur noch zu Teilen bedient werden konnte. Die hochfrequentierte Zinnschmelze deckte den Bedarf der Nutzer in räumlicher, funktionaler und technischer Hinsicht nicht mehr.

Im Zusammenhang mit dem Sanierungsverfahren Barmbek-Nord beauftragte die Bezirksverwaltung die BIG Städtebau GmbH mit der Organisation eines Wettbewerbs, dessen Ziel eine angemessene Erweiterung der Zinnschmelze als Neubau sowie eine denkmalgerechte, also behutsame, dabei funktional und ästhetisch überzeugende und wirtschaftlich wie energetisch tragfähige Umgestaltung des Bestandsgebäudes vorsah.

Die BIG Städtebau GmbH koordinierte dazu ein anonymisiertes konkurrierendes Gutachterverfahren. Das Siegerbüro LRW Architekten und Stadtplaner aus Hamburg überzeugte Vorprüfer und die Sach- und Fachpreisrichter der Jury insbesondere durch optimale Funktionalität und eine klare Architektursprache. So wurde sichergestellt, dass die alte Zinnschmelze ab Jahresende 2014 auf den Bedarf ihrer Nutzer eingestellt sein wird, ohne ihre Identität als Baudenkmal und Teil Hamburger Industrialisierungsgeschichte zu verlieren.

  • Verfahrensart: Konkurrierendes Gutachterverfahren mit 5 Teilnehmern
  • Förderkulisse: Städtebauliche Sanierung
  • Fördermittel: Städtebauförderung, EFRE
  • Kosten: ca. 3,85 Mio. Euro
  • Zeitraum: Gutachterverfahren 2010
  • Fertigstellung Bau 2014
  • Erstellung der Auslobung in Abstimmung mit dem Auftraggeber
  • Vorprüfung der Wettbewerbsbeiträge
  • fachliche und organisatorische Betreuung der Verfahrensveranstaltungen (Rückfragenkolloquium und Preisgerichtssitzung)
  • Presse-, Öffentlichkeits- und Dokumentationsarbeit zu Ergebnissen
  • zusätzliche Fördermittelakquise und ERFE-Antrag

Referenz: Ratzeburg Realisierungswettbewerb „Gemeinschaftsschule Lauenburgische Seen“

Seit den 1960er Jahren entstanden in der Vorstadt von Ratzeburg eine Gemeinschafts-, eine Förder- und eine Grundschule. 2009 beauftragte der Schulverband Ratzeburg die BIG Städtebau GmbH mit der Durchführung eines architektonischen Realisierungswettbewerbs, um diesen schrittweise gewachsenen Schulstandort als „Gemeinschaftsschule Lauenburgische Seen“ mit einem Gesamtkonzept auf veränderte Bedingungen nachhaltig einzustellen. Die BIG Städtebau GmbH ist langjähriger Stadtentwicklungspartner Ratzeburgs. Sowohl die Wahl des Wettbewerbsweges wie auch des beauftragten Unternehmens durch den Schulverband war deshalb geleitet von der begründeten Erwartung, in dieser Kombination das Optimum an städtebaulicher, architektonischer und technischer Qualität im Projekt zu sichern.

Geplant war der Aufbau ursprünglich einer sechs-, schließlich einer vierzügigen Gemeinschaftsschule. Das Gros der Bestandsgebäude sollte darin einbezogen werden und nach dem Umbau den energetischen und technischen Standards entsprechen. Weitere wesentliche Kriterien waren die Aufrechterhaltung des laufenden Schulbetriebs ohne unangemessene Beeinträchtigungen durch Baugeschehen, die Berücksichtigung spezifischer Nutzungserfordernisse und die strikte Einhaltung des Kosten- und Zeitrahmens.

Die BIG Städtebau GmbH führte für den Schulverband einen zweistufigen Realisierungswettbewerb gemäß der Richtlinie für Planungswettbewerbe durch. Nach einem vorgeschalteten europaweiten Teilnehmerwettbewerb gemäß VOF wurden sieben Entwürfe im Rahmen des Wettbewerbs erstellt.

Das Lübecker Planungsbüro petersen pörksen partner überzeugte die Jury. Die Schule wurde nach eineinhalbjähriger Bauphase am 3. Mai 2013 offiziell ihrer Nutzung übergeben.

  • Verfahrensart: beschränkter Wettbewerb nach RPW nach europaweitem Auswahlverfahren
  • Finanzierung: Eigenmittel Schulverband
  • Kosten: ca. 9 Mio. Euro
  • Zeitraum: Wettbewerb 2009-2010
  • Bau 2011-2013
  • Erstellung der Wettbewerbsauslobung
  • Abstimmung mit politischen und fachlichen Gremien, Verwaltung und Öffentlichkeit
  • Betreuung und Durchführung des Teilnahmewettbewerbs
  • Vorbereitung, Betreuung und Durchführung des Realisierungswettbewerbs
  • Wirtschaftlichkeitsprüfung der Wettbewerbsbeiträge
  • Dokumentation und Öffentlichkeitsarbeit
  • anschließend Projektsteuerung nach AHO
  • finanzwirtschaftliche Abwicklung/Abrechnung

Referenz: Boizenburg/Elbe

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Die beiden Grundschulstandorte der Stadt Boizenburg/Elbe sind in ihrer baulichen Substanz und technischen Gebäudeausstattung dringend sanierungsbedürftig. Sie sind weder barrierefrei, noch sind die inklusiven Anforderungen umsetzbar. Die Stadt entschloss sich daher dazu, einen der beiden Standorte grundlegend zu sanieren und zum alleinigen Grundschulzentrum zu erweitern.

Eine Variantenuntersuchung ergab, dass hinsichtlich der Sanierungskosten und Erweiterungsmöglichkeiten der Standort der Ludwig-Reinhard-Grundschule hierfür die bessere Lösung wäre.Für die Architekten keine leichte Aufgabe. Es sollen sowohl die Bestandsgebäude von Schule, Bibliothek und Turnhalle integriert, als auch moderne Erweiterungsbauten für Schul- und Sportunterricht geschaffen werden. Das direkt am Rande der historischen Altstadt gelegene Areal ist räumlich begrenzt und stellt auch stadtgestalterisch hohe Ansprüche. Um zu einem möglichst anspruchsvollen Planungsansatz zu kommen, entschloss sich die Stadt, einen architektonischen Realisierungswettbewerb auszuloben. Mit der Durchführung des Verfahrens wurde die BIG Städtebau beauftragt.

Aufgrund der zu erwartenden Planungshonorare war eine europaweite Ausschreibung der Architektenleistung erforderlich. Aus 42 Bewerbungen wurden sieben qualifizierte Architekturbüros als Wettbewerbsteilnehmer ausgewählt. Darunter befand sich ein sogenanntes Junges Büro, dem ausdrücklich die Chance gewährt wurde, in einem solchen Wettbewerb Erfahrungen zu sammeln.

Der Wettbewerb zeichnete sich durch ein hohes Niveau aller eingereichten Beiträge aus. Eine hochkarätig besetzte Jury wählte schließlich drei Preisträger aus. Sieger ist das Büro ahrens & grabenhorst, architekten und stadtplaner BDA aus Hannover. Der Entwurf soll nunmehr zügig umgesetzt werden, um den Grundschülern aus Boizenburg möglichst schnell moderne Lernbedingungen bieten zu können. Insgesamt sollen rund neun Mio. Euro investiert werden.

  • Verfahren: Beschränkter Wettbewerb gem. RPW nach europaweitem Auswahlverfahren
  • Finanzierung: Eigenmittel Stadt 
  • Zeitraum: 11/2016 bis 05/2017

 

  • Vorbereitung und Durch- führung des europaweiten Auswahlverfahrens
  • Erstellung der Wettbewerbsauslobung
  • Abstimmung mit politischen und fachlichen Gremien, Verwaltung und Öffentlichkeit
  • Vorbereitung und Betreuung des Wettbewerbsverfahrens
  • Dokumentation der Ergebnisse

Referenz: Zarrentin am Schaalsee

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Die Stadt Zarrentin am Schaalsee weist seit einigen Jahren eine äußerst positive Entwicklung auf. Die Einwohnerzahl wächst stetig, auch Gewerbeansiedlungen und Tourismuszahlen haben sich erfreulich  entwickelt.

Dem Rechnung tragend legen die Politik und Verwaltung ihr Augenmerk auf den Standortfaktor Bildung. Die vorhandenen Schulstandorte sind längst nicht mehr zeitgemäß. Die Räumlichkeiten sind weder in der Größe noch in der Ausstattung für einen modernen Schulbetrieb geeignet. Zudem sind die Erweiterungsmöglichkeiten bereits ausgeschöpft. Daher entschloss man sich zu einem großen Wurf: Ein moderner BildungsCampus am Stadtrand soll entstehen – mit Regionaler Schule, Grundschule, Hort, Sporthalle, Mensa und Sportplatz. Um möglichst hochwertige Planungsansätze zu erhalten, sollte ein Wettbewerb ausgelobt werden. 

Aufgrund der zu erwartenden Planungshonorare war eine europaweite Ausschreibung der Architektenleistung erforderlich. Da eine derartige Aufgabe nicht zu den täglichen Pflichten einer kommunalen Verwaltung gehört, wurde die BIG Städtebau mit der Betreuung des Verfahrens beauftragt.

Aus 88 Bewerbungen wurden sieben qualifizierte Architekturbüros als Wettbewerbsteilnehmer ausgewählt. Darunter befand sich ein sogenanntes Junges Büro, dem ausdrücklich die Chance gewährt wurde, Erfahrungen in einem solchen Wettbewerb zu sammeln. Der Wettbewerb zeichnete sich durch ein hohes Niveau aller eingereichten Beiträge aus. Eine hochkarätig besetzte Jury wählte schließlich drei Preisträger aus. Der Entwurf eines Lübecker Planungsbüros soll nunmehr zügig umgesetzt werden, um den Standort Zarrentin auch als Bildungsstandort attraktiv für junge Familien zu machen. Insgesamt sollen rund 25 Mio. Euro investiert werden.

  • Verfahren: Beschränkter Wettbewerb gem. RPW nach europaweitem Auswahlverfahren
  • Finanzierung: Eigenmittel Stadt
  • Zeitraum: 06/2016 bis 12/2016

 

  • Vorbereitung und Durchführung des europaweiten Auswahlverfahrens
  • Erstellung der Wettbewerbsauslobung
  • Abstimmung mit politischen und fachlichen Gremien, Verwaltung und Öffentlichkeit
  • Vorbereitung und Betreuung des Wettbewerbsverfahrens
  • Dokumentation der Ergebnisse