Vergangene Veranstaltungen
Hier finden Sie Unterlagen zu vergangenen Veranstaltungen. Bei Fragen zu einzelnen Themen oder Projekten, wenden Sie sich gerne an Ihre Ansprechpartnerin Tanja Nagelsmeier.
Wie attraktiv ist eine Innenstadt eigentlich noch bei 30, 35 oder sogar 38 Grad? Dieser Innenstadttalk widmete sich der Frage, wie Kommunen ihre Innenstädte klimaresilient gestalten können – denn wenn Plätze zu Hitzeflächen werden und Stadtgrün unter Trockenheit leidet, geht es längst nicht mehr nur um Klimaschutz, sondern auch um Aufenthaltsqualität, Gesundheit und die Funktionsfähigkeit der Innenstadt insgesamt. Mit der neuen Agenda Stadt grün-blau (externer Link) und Praxisbeispielen aus Neubrandenburg, Rendsburg und Güstrow wurde gezeigt, dass Klimaanpassung eine Querschnittsaufgabe ist, die unterschiedliche Interessen wie Denkmalschutz, Barrierefreiheit und Mobilität konsequent zusammendenken muss. Ergänzend dazu wurden konkrete technische Lösungen für klimaresiliente Bestandsinnenstädte vorgestellt, von Baumrigolen über die Wiederverwendung von Regenwasser bis hin zu Vernebelungssystemen zur Kühlung.
Drei zentrale Erkenntnisse aus dem Innenstadttalk:
Regenwasser ist eine Ressource und kein Entsorgungsproblem – Rückhalt und Wiederverwendung vor Ort statt schneller Ableitung
Klimaanpassung ist eine Gemeinschafts- und Querschnittsaufgabe, die frühzeitig – idealerweise schon in Phase 0 – über Fachbereiche und Akteure hinweg gedacht werden muss
Statt auf das eine große Klimaprojekt zu warten, lohnt es sich, ohnehin anstehende Maßnahmen zu nutzen und auch kleine, temporäre Lösungen wie Parklets oder Nebelduschen einzusetzen.
Klimaresiliente Innenstädte entstehen nicht durch eine einzelne Maßnahme. Entscheidend ist ein anderer Blick auf Wasser, Flächen und Planungsprozesse – und der Mut, vorhandene Spielräume konsequent zu nutzen.
Lebendige Innenstädte brauchen starke Netzwerke, engagierte Akteure und klare gemeinsame Strategien. Doch wie gelingt es, Standortgemeinschaften so aufzustellen, dass sie für Verwaltung, Politik und lokale Akteure zu echten Partnern auf Augenhöhe werden?
Die deutschlandweit angelegte Studie „Standortgemeinschaften der Zukunft“, erstellt von imakomm AKADEMIE gemeinsam mit den IHKs, dem bcsd und dem CMVO, liefert Kennziffern, Good-Practice-Beispiele und Strategien für Standortgemeinschaften aus Kommunen, City-/ Stadtmarketingorganisationen und Gewerbevereinigungen – und wirft zugleich einen praxisnahen Blick auf erfolgreiche Entwicklungsprozesse vor Ort.
Am beeindruckenden Beispiel der Stadtmagneten e.V. in der Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg ist zu sehen wie eine Standortgemeinschaft durch Coaching und Strategieberatung erfolgreich professionalisiert und inhaltlich neu aufgestellt werden kann und wie die Akteure zu einem schlagkräftigen „Power-Team Innenstadt“ zusammen wachsen.
Oft scheitert die Aktivierung von Brachflächen nicht am fehlenden Wissen, sondern am ersten konkreten Schritt. In diesem Innenstadttalk haben wir daher die „Phase 0“ als strategischen Türöffner in den Fokus gerückt. In diesem der eigentlichen Planung vorgelagerten Prozess können wichtige Grundlagen für ein langfristig angelegtes, geplantes Handeln geschaffen werden. Durch den Einsatz detaillierter Potenzialanalysen zur Mobilisierung von Innenentwicklungspotenzialen sowie die Einbindung spezifischer Unterstützungsangebote wie des Baulandfonds Schleswig-Holstein wurde aufgezeigt, wie Kommunen eine aktive Bodenpolitik gestalten und ihre Handlungsfähigkeit von der strategischen Grundsatzarbeit bis zur praktischen Projektumsetzung nachhaltig sichern können.
Der Innenstadttalk am 4. Dezember 2025 befasste sich mit der Frage, wie Kommunen zielgerichtete Beteiligung gestalten und praxistaugliche Dialog- und Kommunikationsstrukturen jenseits von Informationsveranstaltungen aufbauen können. Vorgestellt wurden Ansätze beispielsweise zur Kinder- und Jugendbeteiligung aber auch zu Partizipationsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung. Zudem erhielten die Teilnehmenden Einblicke, wie Belastungen durch Baumaßnahmen mit konsequenter Kommunikation entschärft werden können und wie vertrauensvolle Dialogprozesse mit Politik und lokalen Stakeholdern langfristig in der kommunalen Praxis verankert werden.
Wie lassen sich leerstehende Erdgeschossflächen oder ganze Bestandsimmobilien wieder mit Leben füllen? Welche innovativen Nutzungskonzepte sind möglich – und was braucht es, um sie erfolgreich umzusetzen? Diesen Fragen haben wir uns beim Innenstadttalk am 2. Oktober gewidmet. Anhand von drei spannenden Praxisbeispielen wurde deutlich, wie kreative Ideen und lokale Akteure zur Belebung von Innenstädten beitragen können.
Das Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpommern stellt in seinem aktuellen Newsletter (Download) gelungene Beispiele zur Belebung von innerstädtischen Leerständen dar – darunter sind u.a. die Schaudestillerie in Klütz, DAS KiTTCHEN in Wismar, der PopUp FINDLING aus Wolgast, das CORE in Oldenburg und viele weitere innovative Projekte kompakt beschrieben. Reinschauen lohnt sich!
Wie gelingt es, Menschen für einen Besuch in der Innenstadt zu gewinnen, und was erwarten sie dort eigentlich? Gemeinsam mit Gästen aus Forschung und Praxis sprachen wir beim Innenstadttalk am 10. Juli über Motive, Wünsche und Verhaltensmuster von Nutzergruppen. Im ersten Teil des Innenstadttalks wurden sieben zentrale Regeln vorgestellt, die auf einer breiten empirischen Grundlage basieren und die Orientierung bieten, um Besuchsanreize gezielt zu gestalten. Im zweiten Teil wurde das Potenzial von Frequenzmessungen aufgezeigt. Moderne Messverfahren, etwa auf Basis von GPS-Daten, geben verlässlich Auskunft über Besucherzahlen und können Entscheidungsgrundlagen für Maßnahmen zur Belebung von Innenstädten liefern.
Leerstände beeinträchtigen häufig über Jahre hinweg ihr Umfeld und werden zur Belastung für die Kommune, den Immobilieneigentümer sowie Nutzer und Nachbarn. Gleichzeitig bergen solche „Problemimmobilien“ in der Stadtentwicklung enormes Potenzial für ressourcenschonende und vielfältige Lösungen. Mit zwei konkreten Beispielen haben wir beim Innenstadttalk am 8. Mai über praxiserprobte Instrumente und Erfolgsfaktoren für eine gelungene Immobilien-Transformation gesprochen. Es wurde deutlich, dass sowohl die objektive Analyse in der Phase 0 wie auch strategische Partnerschaften den entscheidenden Grundstein legen!
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