67 Pfähle für die Altstadt-Höfe II

Baumaßnahmen für 17 exklusive Eigentumswohnungen auf der Lübecker Altstadtinsel erfolgen in enger Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde.

Ein rund 100 Tonnen schweres Bohrgerät hatte sich am 4. November von Frankfurt am Main auf den Weg zur Lübecker Altstadtinsel gemacht. Das Ziel: die Baustelle in der Fischergrube Ecke Ellerbrook. Hier errichtet die DSK | BIG Gruppe mit den Altstadt-Höfen II 17 exklusive Eigentumswohnungen. Dieser zweite Bauabschnitt komplettiert das Gebäude-Ensemble und rundet das Konzept einer modernen Wohnarchitektur auf historischem Boden ab.

Die im Sommer gestarteten archäologischen Grabungen der oberen Denkmalschutzbehörde sind abgeschlossen. Freigelegt wurde unter anderem ein mittelalterlicher Dielenboden aus Backstein. Der Boden in Fischgrätenmuster gehörte zu einer Brauerei aus dem 16.  Jahrhundert. Dieser Brauereiboden verbleibt in der Erde und wird von einer schützenden Bodenplatte überdeckt.

Jetzt sind die Bauarbeiter mit ihrem Bohrgerät am Zuge. Der rund 40 Meter lange Schwerlasttransport durfte nur nachts fahren und hatte zwei Tage später die Baustelle erreicht – zum Teil im Schritttempo und in Millimeterarbeit durch die Altstadtstraßen, über Bordsteine und vorbei an Autos und Ampeln. Nach dem Aufbau des 40 Meter hohen Gerätes konnten die Arbeiten kurz danach beginnen. Die Bauarbeiten erfolgen in enger Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde. Es ist zum Beispiel exakt vorgegeben, wo gebohrt werden darf. Die Arbeiten gehen jetzt nahtlos ineinander über.

Insgesamt werden bei der sogenannten Pfahlgründung 67 erschütterungsfreie und lärmarme Pfähle 18 bis 20 Meter in die Erde gebohrt. Für die Arbeiten und den anschließenden Abbau des Bohrgerätes sind weniger als zwei Wochen angesetzt.

Weitere Informationen zum Neubauprojekt unter www.altstadthoefe-luebeck.de