Eckernförde – Großes Interesse am Projekt „Nooröffnung“

Rund 150 Eckernförder Bürger nahmen am 29. Mai an der von der BIG Städtebau GmbH organisierten Bürgerinformation zur Sanierungsmaßnahme „Nooröffnung“ der Stadt teil. „Wir freuen uns sehr über diese rege Beteiligung“, zeigte sich Bürgermeister Jörg Sibbel beeindruckt. Die „Nooröffnung“ ist das Kernprojekt der Sanierungen in Eckernförde und wird von der BIG Städtebau GmbH betreut, die seit Januar 2007 treuhänderischer Sanierungsträger der Stadt ist.

Den Auftakt der Veranstaltung bildete ein Planungsspaziergang durch das Sanierungsgebiet, bei dem anhand von Visualisierungen und Markierungen im Gelände das zukünftige Aussehen des Areals vorgestellt wurde. Diese Art der Kenntlichmachung kam bei den Teilnehmern sehr gut an.


Rund 150 interessierte Bürgerinnen und Bürger besuchten die Informationsmesse und folgten den Städteplanern durch das Gebiet, um mehr über die geplanten Sanierungsmaßnahmen zu erfahren.

Auf der anschließenden Informationsmesse im Rathaus konnten sich die Interessierten ausführlich über die verschiedenen Teilaspekte der umfangreichen Maßnahmen informieren. Vertreter der Verwaltung, der beteiligten Planungsbüros und der BIG Städtebau als treuhänderischem Sanierungsträger erläuterten die Planung und diskutierten Anregungen, Hinweise und Kritik mit den Teilnehmenden. 


Gesa Haan (links) und Alexandra Dahmen von der BIG Städtebau GmbH erläuterten Interessierten die Planungen.

Ziel des anspruchsvollen Projekts „Nooröffnung“ ist die Konversion einer in Innenstadtlage direkt am Hafenkopf und damit an der Eckernförder Bucht liegenden ehemaligen Gewerbefläche zu einem neuen Quartier mit hohem Freizeit- und Erholungswert. Die Flächen in Innenstadtlage lagen zum Teil bereits brach, als mit dem Sanierungsprojekt „Nooröffnung“ eine den Potenzialen entsprechende Inwertsetzung der Flächen geplant wurde. Kern ist dabei die Wiederherstellung der den Eckernförder Hafen und das Windebyer Noor (ein westlich gelegener Brackwassersee) verbindenden Wasserfläche. Nachdem bereits seit dem 19. Jahrhundert der inzwischen denkmalgeschützte Steindamm am Ende des Hafens und der Bahndamm der Bahnstrecke Kiel – Flensburg die bis dahin offene Verbindung zwischen der Ostsee und dem Windebyer Noor unterbrachen, wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts auch die zwischen den beiden Dämmen verbliebene Wasserfläche verfüllt, um die entstehenden Flächen gewerblich nutzen zu können . Die Rückführung dieser Entwicklung folgt stadtgestalterischen, ökologischen sowie touristischen Zielsetzungen durch Herstellung von Grünanlagen mit hoher Aufenthaltsqualität um die Wasserfläche, einem zentraler Platz und einer deutlichen Aufwertung der umliegenden Straßenzüge gleichermaßen. Zusammen mit einer mischgenutzten Neubebauung in wertiger Architektur wird ein attraktives urbanes Quartier entstehen. Insgesamt wurden sowohl die vorgestellten Planungen als auch die Veranstaltung von den anwesenden Bürgerinnen und Bürgern positiv aufgenommen.

 

Kiel, 6. Juni 2018