Konversion und BE

Konversion und Baulandentwicklung

Neubrandenburg Pfaffenstraße

Die maßgeschneiderte Entwicklung von Konversions- und Brachflächen ist eine besondere Herausforderung in der städtebaulichen Entwicklung. Kernpunkte bilden die Altlastenprüfung und ggf. -sanierung, das Flächenmanagement und die Entwicklung eines geeigneten Nutzungskonzepts.

Die BIG Städtebau steht Ihnen als versierter Partner auf diesem Gebiet zur Seite. Wir haben dafür projektbezogene Lösungsmodule entwickelt, die wir - je nach Wunsch einzeln oder im Paket - für das jeweilige Sanierungsvorhaben spezifizieren. Sie entscheiden, ob Sie umfassende Lösungen aus einer Hand oder einzelne Module nutzen möchten:

  • Projektmanagement
  • Analyse, Machbarkeitsstudien, Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen, Gutachten, Finanzierungsplanung, Fördermittelakquisition
  • Konzeption und Planung
  • Investorenansprache und Vermarktung
  • Durchführung der geplanten Konversionsmaßnahmen



Referenz: Güstrow Baustraße

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In der nördlichen Altstadt von Güstrow, Mittelzentrum in Mecklenburg-Vorpommern, wurde zu DDR-Zeiten eine chemische Reinigung betrieben. Nach der Wiedervereinigung erwarb die Stadt Güstrow das Grundstück und die aufstehenden Gebäude von der Treuhand mit dem Ziel, hier im Kontext der Altstadtsanierung 1,5 Mio. DM in die Bausubstanz zu investieren. Im Gegenzug stellten Bund und Land die Stadt von den Kosten der Altlastensanierung weitgehend frei. Projektträger war von Beginn an die BIG-STÄDTEBAU, treuhänderischer Sanierungsträger der Stadt Güstrow.

Zunächst erfolgten eingehende Untersuchungen. Sie ergaben, dass während des jahrzehntelangen Reinigungsbetriebs LKHW-Schadstoffe und Lösungsmittel sowohl Erdreich als auch Grundwasser massiv kontaminiert hatten. Es handelte sich um einen der größten vergleichbaren Schadensfälle in Mecklenburg-Vorpommern. Der Trinkwasserschutz gebot eine dringende und umfassende Altlastenbehandlung. 2001 wurde mit dem heutigen Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Rostock und der Gesellschaf für Abfallwirtschaft und Altlasten eine Sanierungsvereinbarung geschlossen. Auf dieser Grundlage basiert die Sanierung unter Federführung durch die BIG-STÄDTEBAU, die als Koordinator und Auftraggeber fungiert. Ca. 20 t Schadstoffe wurden entsorgt und so die Gefahr einer weiteren Grundwasserkontaminierung beseitigt.

  • Förderkulisse: Städtebaulicher Denkmalschutz
  • Fördermittel: Freistellung - Refinanzierung durch Land M-V (Altlastensanierung), Städtebauförderung (Parkhaus und Gebäudemodernisierung)
  • Kosten: 4,5 Mio. Euro
  • Gebietsgröße: ca. 1 ha
  • Zeitraum: 1992 - 2014
  • Koordinierung der Altlastensanierung
  • Auswahl der Planer
  • Abschluss der Sanierungsverträge mit Bund und Land Mecklenburg-Vorpommern
  • Ausschreibung und Vergabe aller Leistungen
  • Beauftragung Boden- und Grundwasseruntersuchungen
  • Koordinierung Erdaushub und Abbruch
  • Koordinierung der Planungen und Bauherrenfunktion für das Parkhaus inkl. Vergaben
  • Bauherrenfunktion für die Sanierung des denkmalgeschützten Einzelgebäudes

Referenz: Kiel Hörn

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Die „Hörn“ ist der südwestlichste Ausläufer der Kieler Förde in Kiel. Der Stadthafen reicht bis in das Stadtzentrum und war seit dem späten 19. Jahrhundert industriell geprägt, u.a. durch Werften. Betriebsschließungen im späten 20. Jahrhundert mit industriellen Hinterlassenschaften und den Folgen des Zweiten Weltkrieges sorgten für ein mit Altlasten besetztes Niemandsland in hervorragender City- und Uferlage – ein trennendes Element in der Stadtentwicklung.

Im Jahr 1989 wurde der „Hörn-Bereich“ als Sanierungsgebiet festgelegt. 1990 übernahm die BIG-STÄDTEBAU als treuhänderischer Sanierungsträger die Steuerung dieses größten Entwicklungsprojekts in Schleswig-Holstein, wirkte in den Planungsverfahren mit und führte die Verhandlungen mit den Eigentümern der Gebietsteile.

Die Industriebrache soll in ein attraktives Quartier mit einer Nutzungsmischung aus Dienstleistung, Gewerbe, Wohnen und Freizeit verwandelt werden. Außerdem verbindet das Gebiet die Kieler Stadtteile Gaarden und Mitte und stärkt damit das Zentrum funktional.

Das Areal um den Germaniahafen hat inzwischen maritimes Flair mit Wohn- und Bürogebäuden, mit Tag- und Nachtleben, mit Promenaden und Erholungswert und wird demnächst vollständig bebaut. Die Privatisierung letzter verfügbarer Grundstücke steht an. Auf einer Freifläche im Süden des Gebiets entsteht ein Sport- und Freizeitbad.

  • Förderkulisse: Sanierung und Entwicklung, GI URBAN (EFRE)
  • Fördermittel: Städtebauförderung, EU-Mittel (EFRE)
  • Kosten: ca. 135 Mio. Euro
  • Gebietsgröße: 26,5 ha
  • Zeitraum: 1991-2018
  • Strategieentwicklung für die Sanierung
  • Initiierung der Erarbeitung u. Fortschreibung der städtebaulichen Planungen
  • Steuerung des Sanierungsablaufs
  • Abbruch baul. Anlagen u. Altlastenbereinigung
  • Ausbau/ Erneuerung von Erschließungsanlagen
  • Finanz- und Fördermittelmanagement, Führung von Treuhandkonten, Abwicklung des laufenden Zahlungsverkehrs
  • Bewirtschaftung u. Verwaltung des Treuhandvermögens (inkl. Grundstücke)
  • Grundstücksvermarktung, Investorenbetreuung
  • Erstellung eines abschließenden Verwendungsnachweises und Dokumentation für die städtebauliche Gesamtmaßnahme

Referenz: Rendsburg Eiderkaserne

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Ein städtebaulich, infrastrukturell und sozioökonomisch prägendes Element der Stadt Rendsburg war über Jahrzehnte die Eiderkaserne. Die Bundeswehr nutzte den um 1900 erbauten Komplex zwischen Eider und Nord-Ostsee-Kanal bis zu ihrer Reform 2008. Die Stadt erwarb im gleichen Jahr die ca. 19 ha große Anlage und sicherte sich damit Gestaltungsmöglichkeiten im gesamtstädtischen Kontext.

Rendsburg beabsichtigt, aus der Konversionsfläche ein attraktives innerstädtisches Quartier mit hoher Aufenthaltsqualität zu entwickeln. Aus der vorbereitenden Untersuchung (VU) 2008 resultierte ein Masterplan mit ersten Nutzungs- und Verkehrskonzepten, welcher in einem zweistufigen Realisierungswettbewerb 2014 qualifiziert wurde.

Zur Verknüpfung des ehemals unzugänglichen Areals mit dem angrenzenden historischen Stadtteil Neuwerk wurden Grundstücke für die Herstellung öffentlicher Verkehrsflächen erworben. Zugleich wurde die Erweiterung des Kreiskrankenhauses bei der Planung berücksichtigt und die erforderlichen Grundstücke veräußert.

Neben dem Rückbau von 34 Gebäuden ist ein Schwerpunkt der Sanierung die Bewahrung der historischen Identität durch eine denkmalgerechte Sanierung und Nachnutzung der elf unter Denkmalschutz stehenden Gebäude. Sie sind als Erweiterungen unter anderem für die angrenzenden Gymnasien (ehem. Stabsgebäude) sowie für private Nutzungen vorgesehen. Wohnbebauung im westlichen Teil soll den Bedarf an innenstadtnahem Wohnen insbesondere für junge Familien und ältere Menschen decken.

Die BIG-STÄDTEBAU steuert als treuhänderischer Sanierungsträger die Gesamtmaßnahme.

  • Förderkulisse: Stadtumbau West
  • Fördermittel: Städtebauförderung, Mittel des Investitionspakts, GVFG u. FAG-Mittel
  • Kosten: 28 Mio. Euro
  • Gebietsgröße: 25ha
  • Zeitraum: 2008-2020
  • Beauftragung und Begleitung von Analysen, Machbarkeitsstudien, Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen, Gutachten
  • Finanzierungs- und Fördermittelmanagement
  • Konzeption, Planung und Durchführung der Maßnahmen zur Umwandlung und Nutzung von Konversionsflächen
  • Beauftragung und Begleitung der Altlastensanierung
  • Beauftragung und Begleitung der denkmalgerechten Sanierung und Nachnutzung von geschütztem Gebäudebestand
  • Vermarktung und Investorenbetreuung
  • Projektsteuerung

Referenz: Rendsburg Büdelsdorf Hafenquartier/Obereider

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Über den Flusssee Obereider sind die Gemeinden Rendsburg und Büdelsdorf mit einer der meistfrequentierten Wasserstraßen der Welt, dem Nord-Ostsee-Kanal, verbunden. Beide Städte, unterstützt von der BIG-STÄDTEBAU, sahen aber das Potential dieses 40 Hektar großen Areals als Impulsgeber bis in die Region hinein.

Die Entwicklung dieser Flächen gehört zu den wichtigsten interkommunalen Planvorhaben in Schleswig-Holstein. Ein städtebaulicher Ideenwettbewerb leitete den Ausbau zu einem Mischgebiet mit Wohn-, Gewerbe- und touristischer Nutzung ein. Durch die Errichtung einer Bahnbrücke über die Obereider und den Abbruch eines angrenzenden Parkhauses wurde das Gebiet neu erschlossen und über einen neuen Tunnel unter den parallel zum Ufer verlaufenden Bahngleisen mit der historischen Rendsburger Altstadt und dem Schlossplatz verbunden. Der Bau einer hafenseitigen Promenade und die Sanierung der Kaimauer werten das Gebiet zusätzlich auf. Ein Investorenauswahlverfahren soll eine nachhaltige und durchmischte Nutzung der attraktiven ufernahen Lagen sicherstellen. Die BIG-STÄDTEBAU steuert als treuhänderischer Sanierungsträger die Gesamtmaßnahmen in diesem regionalen Projekt.

  • Förderkulisse: Sanierung und Entwicklung
  • Fördermittel: Städtebauförderung, GVFG u. EFRE
  • Kosten: 18,5 Mio. Euro
  • Gebietsgröße: ca. 40 ha
  • Zeitraum: 1998 - 2016
  • Machbarkeitsstudien, städtebauliche Konzepte und Bauleitplanung
  • Bodenordnung und Grunderwerb
  • Erschließungsplanung und -durchführung (inkl. Bauoberleitung)
  • Vermarktung und Investorenbetreuung
  • Finanzierungs- und Fördermittelmanagement
  • Projektsteuerung